Avast! oder kein Antivirus!

Ein interessantes Ergebnis erblickten meinen Augen, als ich nun nach einigen Tagen die Resultate unserer Umfrage zum Thema Antivirus überprüft habe. Vor ein paar Tagen hatte WeGotServed darüber berichtet, dass die Entwicklung der Avast! Home Server Antivirus Lösung erst einmal nicht weitergehen wird. Schaut man sich das Ergebnis unserer Umfrage an, so kann man sehr schnell erkennen, dass 38% der Befragten selbst Avast! einsetzt. Dies kann natürlich mehrere Gründe haben, doch ich gehe hier schwer davon aus, dass der Aufbau der Lösung, also zentrale Verwaltung und auch die zugehörigen Client Lizenzen im Family Pack ausschlaggebend dafür waren. Auf Platz zwei dann die Benutzer ohne Antivirus Lösung… was denkt Ihr darüber?

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12 Kommentare

  1. Kann mir mal einer erklären, wozu ich ein Antivirus-Programm auf dem Server brauche? Man surft nicht im Internet mit dem Home Server, man liest keine Emails mit schädlichem Anhang, Attacken aus dem Internet blockt der Router und spätestens die Firewall des Servers, Programme können auf einem Server wegen Benutzerkonten eh nicht ausgeführt werden. Also wo sollte ein Virus herkommen? (Ist eine ernsthafte Frage, keine Polemik, bitte um Aufklärung!)

    1. Eine Möglichkeit wäre ein Upload über das Internet per Remoteseite. Eine weitere Möglichkeit sind die Clients im lokalen Netzwerk, von denen aus Schädlinge auf die Freigaben kopiert werden können.

    2. Wir haben bei uns in der Firma AV Programme auf den Servern und den Clients. Wenn ein Schadprogramm gefunden wird, dann von den Clients wenn diese auf Dateien zugreifen.

      Die Server finden nur dann was wenn ein Suchlauf gestartet wurde!

      Insoweit könnte man einen Virenschutz auf einem (Home)Server vernachlässigen. Gelegentliche Remotezugriffe, oder direktes Arbeiten auf dem Server sollten bei eingeschaltetem BRAIN 2.0 auch nicht tragisch sein.

  2. Hallo, ich habe auch F-Secure im Einsatz und kann mich nicht beklagen. Fände es aber toll wenn es von den Firmen auch eine sogenannte „Family Pack“ gebe.

  3. Ich finde das Angebot in Sachen Sicherheitssoftware für den WHS momentan einfach zu beschränkt, darum läuft mein WHS noch ohne.
    Der einzige Hersteller der momentan etwas vernünftiges anbietet ist avast!, und die wollen jetzt auch noch aufhören…

  4. Ich habe letzte Woche ein Mail von Procello.de erhalten, worin mir ein neuer Schlüssel für meine Avast-Lizenz (läuft ende März aus) angeboten wird. 2 Jahresgebühr Euro 43.23.

  5. Ich möchte den Einwand von hape1 unterstützen. Auf einem Server macht auch m.E. eine Antivirensoftware keinen Sinn. Wie schon geschrieben, werden dort keine Programme gestartet und Angriffe auf Sicherheitslücken (Exploits) blockt der Router oder die Firewall.
    Sollte über einen Client dann tatsächlich mal ein Schädling auf dem Share gespeichert werden (Warum hat denn die Antivirensoftware des Clients eigentlich nicht gemeckert?), dann ruht das Virus dort. Der Server ist dann noch lange nicht infisziert, denn er greift ja auf das verseuchte Programm nicht zu.
    Kritisch kann es erst werden, wenn ich mit Remotezugriff am Server arbeite, dort surfe, Emails abrufe oder verschiedene Programme starte.
    Die Shares kann man ggfs. regelmäßig mit Clamwin prüfen, dazu ist kein Online-Scanner nötig. Ich weiß, dass das eine unpopuläre Meinung ist, da auch die Antivirenhersteller gerne Panik machen und Weltuntergangsszenarien beschreiben, aber hier kann man doch die Kirche mal im Dorf lassen.

  6. Wer unbedingt Virenschutz benötigt, kann sich ja auch dieses Addin für das kostenlose ClamAV ansehen:
    http://whsclamav.sourceforge.net/

    Dieses Projekt ist im Januar gestartet. Es gibt bereits eine Beta-Version zu laden, allerdings bisher nur Virenerkennung, keine Entfernung. Einfach nur das Addin installieren, anschließend kann über die Konsole ClamAV nachgeladen werden. Es gibt regelmäßige Updates…

  7. Neben dem Aufbau der Lösung, also zentrale Verwaltung und auch die zugehörigen Client Lizenzen im Family Pack war der Preis für das Bundle ausschlaggebend – das es leider nicht mehr gibt.

  8. Hatte seit einigen Monaten ClamAV auf meinem WHS laufen… soweit ohne Probleme…bis heute ! ClamAV verschob über 3500 Dateien bei seinem allnächtlichen Suchlauf in die Quarantäne… (inkl. Serverdateien, Programme, etc etc.). Das Protokoll zeigt an, dass keine einzige Datei infiziert war… ! Da bei ClamAV ein „Recover“ der Dateien zurück an Ihren ursprünglichen Ort fehlt, wäre die einzige Lösung die zudem auch noch umbenannten Dateien manuell an ihren ursprünglichen Ort zurückzuverschieben.. (wenn man dann wüsste, wohin sie kommen). Mein dringender Rat: in den ClamAV-einstellungen unbedingt das Verschieben in die Quarantäne ausschalten ! (also nur Protokollieren…)

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