Was ist Neu beim neuen Home Server?

13

Der neue Windows Home Server geht gerade in die erste öffentliche Beta Phase und so stellt sich für uns natürlich die Frage, was nun wirklich neu ist an der neuen Windows Home Server Version.

Das Offensichtlichste ist die Änderung an der Plattform, denn im Gegensatz zu seinem Vorgänger basiert der Windows Home Server Codename Vail nun auf einem Windows Server 2008 R2 Betriebssystem in einer 64-Bit Version. Das bedeutet, dass man diese nicht auf einer 32-Bit Hardware ausführen kann. Also ist hier Vorsicht geboten, bei der Anschaffung neuer Hardware. Aber die Besitzer von Fujitsu, HP, Acer und Lenovo Home Server brauchen sich keine Gedanken zu machen, denn diese Geräte nutzen eine 64-Bit CPU. Die Installation könnte sich nur aufgrund eines fehlenden Monitoranschlusses als schwierig gestalten, doch auch dort gibt es Abhilfen. Wer nicht weiß wovon ich gerade rede sollte in unserem Forum einmal nach: “Monitorkabel” suchen.

Schauen wir uns nun aber die weiteren Verbesserungen an. Der Remote Access, also der Fernzugriff auf den Server wurde auch umgebaut. Dieser ist nun auf Microsoft Silverlight, einer Programmiertechnologie für das Web aufgebaut, ähnlich wie Adobe Flash. Zusätzlich wurde die Remote Web Seite mit AJAX Komponenten aufgefrischt, damit die Web Seite dynamischer gestaltet werden kann. Mit der neuen Version erlaub der Home Server auch ein Remote Streaming, was bedeutet, dass Media Dateien nun auch über das Internet streamen kann, ohne diese vorher herunterladen zu müssen. Unterstützte Formate sind hier zum Beispiel MPEG4, 3GP (Mobiltelefonformat), AVI oder auch MP3. Die Remote Web Seite kann nun auch komplett personalisiert werden, mit Hintergrundbild und mehr. DLNA wird übrigens auch unterstützt. Damit können dann verschiedenste Endgeräte, wie Fernseher, XBox oder Web Radios auf den Home Server zugreifen und Media Dateien von dort aus wiedergeben. Alles in Allem unterstützt die neue Home Server Version viel mehr Codecs und kann so mehr Dateiformate wiedergeben.

Im Bereich Backup gibt es auch Neuigkeiten. Ab sofort ist es dann möglich, die Backup Datenbank für die Client Sicherungen zu sichern. Dies wurde aufgrund einer großen Nachfrage aus der Community hinzugefügt. Wenn man bei Vail einen alten Computer aus der Konsole entfernt, kann man die bisherigen Datensicherungen dieses Clients nun auch archivieren. In der Vergangenheit sind diese dann verlorengegangen.

Der Drive Extender ist eine Technologie, die Microsoft mit der ersten Version des Windows Home Server eingeführt hatte. Er ermöglicht das Verbinden vieler Festplatten, zu einer großen, um es mal ganz einfach auszudrücken. In Windows Home Server Codename Vail wurde auch diese Komponente verbessert. Beispielsweise wurde hier das Monitoring für die Festplatten überarbeitet oder auch eine automatische Fehlerbehebung eingebaut.

Die Windows Home Server Konsole heißt nun Dashboard und kommt in einem komplett neuen Design. Vom Gefühl her ist sie auch um einiges schneller geworden, doch dies wird sich zukünftig noch zeigen, wenn neue Add-Ins für Vail zur Verfügung stehen und diese im Dashboard geladen werden. Der Client Connector, der auf den Client Computer installiert werden muss um mit dem Home Server zu kommunizieren, wird nicht mehr länger auf einer CD ausgeliefert, sondern kann nur noch über eine Web Seite installiert werden. Dies stellt sicher, dass man auch immer die neuste Version des Connectors installiert und nicht in unnötige Probleme läuft. Den Zugriff auf die Software erhält man unter http://servername/Connect/. Auf dem Client selbst wird neben dem Client Connector das Launchpad mitinstalliert. Dieses ermöglicht einen einfacheren Zugriff, z.B. auf die Freigaben des Windows Home Server.

Als Voraussetzungen für Codename Vail gelten: 1.4 GHz x64 Prozessor, 1GB RAM (2GB sind immer besser) und mindestens 160GB Festplatte.

Über den Autor