Serie: Was ist ein Windows Home Server

In den nächsten Tagen möchte ich euch eine komplette Serie von Artikeln zum Thema Windows Home Server bescheren. Animiert wurde ich durch die Google Suchergebnisse, die mir zeigen, dass wohl doch noch sehr viel Erklärungsbedarf auf dem Gebiet besteht. Die Serie soll sich mit mehreren Themen beschäftigen, die ich nun mal kurz aufführen:

  • Was ist ein Windows Home Server?
  • Hardwarevoraussetzungen
  • Wie es funktioniert
  • Mehr Speicher
  • Shared Folders
  • Kann ich mir selbst einen Home Server bauen?

Ich hoffe, dass diese Informationen hilfreich beim Recherchieren sein können.

Was ist ein Windows Home Server?

Der Microsoft Windows Home Server befindet sich gerade im Beta 3 (CTP) Status, wo er von vielen Menschen auf Herz und Nieren getestet wird. Wenn man selbst auch an der Beta Phase teilnehmen möchte, sollte man einfach die passende Connect Webseite von Microsoft besuchen: http://connect.microsoft.com/windowshomeserver und dort eine Registrierung durchführen. Auch der Besuch der Windows Home Server Webseite auf Microsoft.com bringt viele Informationen zum Produkt, die bestimmt hilfreich sein können. http://www.microsoft.com/windowshomeserver

Der Windows Home Server soll höchstwahrscheinlich nur als OEM (Other Equipment Manufacturer) Lösung released werden, was bedeutet, dass man das Produkt nur in Verbindung mit einer Hardware, wie zum Beispiel dem Hewlett Packard MediaSmart Server kaufen kann. Diese Geräte sollen dann schon beinahe komplett installiert ausgeliefert werden, damit der Endbenutzer so wenig wie möglich noch selbst machen muß. Auch andere Hersteller haben schon angekündigt, spezielle Hardware für das neue Windows Produkt zu produzieren. Ich denke, dass es später aber auch möglich sein wird den Windows Home Server als Softwareprodukt einzeln kaufen zu können.

Zur Zeit unterstützt der Windows Home Server nur Microsoft Windows XP und Windows Vista 32-Bit Clients. Es gibt keinen Support für ältere Betriebssysteme, aber in Zukunft werden bestimmt auch die 64-Bit Varianten integriert. Über diese Legacy Betriebssysteme kann man zwar Remote auf den Windows Server zugreifen, es wird jedoch kein Backup der Geräte unterstützt.

Der Windows Home Server ist ein Produkt, welches auf dem stabilen Betriebssystem Windows Server 2003 basiert und speziell für folgende Aufgaben designed wurde:

  • Tägliches, automatisches Backup von Windows XP und Windows Vista Clients im Netzwerk. Hier werden nur Geräte unterstützt, dessen Festplatten mit dem NTFS Dateisystem formatiert sind.
  • Freigabe von Dateien und Ordnern um Remote auf diese zugreifen zu können. Dieses Feature erlaubt es über eine sichere Webverbindung (SSL) auf die Daten zu zugreifen.
  • Zugriff auf jeden Computer im Netzwerk, der das RDP (Remote Desktop Protokoll) konfiguriert hat und vom Home Server unterstützt wird. (Windows XP, Windows Vista)
  • Überwachung des Netzwerk Health Status und der angeschlossenen Computer. Bei Windows XP und Windows Vista Computern werden auch Firewall, Antivirus und Anti Malware Status überwacht. Auch wenn Computer Probleme beim backup hatten wird es gemeldet.

Der Windows Home Server wurde so designed, dass keine Tastatur, Maus und auch kein Monitor während des Betriebs angeschlossen sein müssen. Der Server kann komplett über den Windows Home Server Connector konfiguriert und administriert werden. Auf dem Client wird nach der Installation des Connectors ein kleines Haus in verschiedenen Farben angezeigt, abhängig vom Health Status des Gerätes. Über einen Rechtsklick auf dieses Icon können mehrere Funktionen aufgerufen werden:

  • Windows Home Server Konsole – Dient der Administration des Windows Home Servers.
  • Backup now – Leitet ein sofortiges Backup des betroffenen Clients ein.

Sollte der Heimadministrator mehr Zugriff auf den Windows Home Server benötigen, als die Windows Home Server Konsole hergibt, so kann er sich auch per Remote Desktop auf den Server schalten um direkt an der Konsole des Gerätes zu arbeiten.

Über die Remote Access Funktion kann sich der Beistzer auch über das Internet mit dem Windows Home Server, oder den daran angeschlossenen Clients verbinden lassen. Dazu ist das RDP Protokoll nötig, was auf den Clients aktiviert sein muß.

Auf dem Windows Home Server können Add-Ins installiert werden, die die Funktionalität des Servers erweitern. Alexander Koeplinger hat zum Beispiel schon ein Wake up on LAN Add-In entwickelt, mit dem es möglich ist Computer aufzuwecken.