WD Sentinel DS 6100–Teil 1 Hardware

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Western Digital, bekannt als Festplattenhersteller, bietet schon seit längerer Zeit mit dem Sentinel DX4000 ein auf Windows Storage Server 2008 R2 Essentials basiertes NAS-System an. Das OS entspricht weitgehend dem Windows Home Server 2011 mit der zusätzlichen Möglichkeit, den Server in eine AD-Domain einzubinden.

 

Mit den jetzt angekündigten Produkten auf Basis von Windows Server 2012 R2 Essentials setzt WD diese Produktlinie nach oben hin fort. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels finden sich die neuen Produkte ausschließlich auf der englischsprachigen Webseite von WD unter http://www.wdsentinel.com/en/products/business/networkstorage/.

 

Kurz zu den Hardwarefakten. WD bietet zwei Ausbaustufen als DS5100 bzw. DS6100 an:

 

CPU Intel Xeon E3-1220LV2 (Dual Core) oder E3-1265LV2 (Quad Core)

8 oder 16GB ECC Ram

Hardware-Raidcontroller ohne Cache

2 x 2TB bis 4 x 4TB Datenplatten

Getrennte Systemplatte(n)

 

Wir hatten Gelegenheit, einen WD Sentinel DS6100 ausführlich zu testen. In diesem ersten Artikel werden wir euch die Hardware vorstellen, in einem zweiten Artikel dann die Besonderheiten der WD Software und im dritten Teil Messwerte und unseren Gesamteindruck.

 

Für den eiligen Leser das Hardwarefazit vorab: Der gesamte Hardwareaufbau macht einen äußerst durchdachten und professionellen Eindruck und unterstreicht die Bemühungen von WD, ein professionelles, qualitatives Produkt für den Small-Business Bereich anzubieten.

 

Die Hardware

Der neue WD Sentinel DS6100 ist in einem ähnlich kompakten Gehäuse untergebracht wie schon der DX4000.

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An der Front befindet sich der Einschalter und eine kleine LCD-Anzeige mit Tastenwippe. Hinter der großen Klappe befinden sich die 4 Festplatten mit Kapazitäten von 2 x 2TB bis 4 x 4TB aus der Se Enterprise-Class Reihe.

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Auf der Rückseite fallen die vielen Anschlüsse ins Auge: Zwei teaming-fähige GB-Netzwerkanschlüsse zusammen mit einem dritten IPMI Anschluss (KVM), 4 x USB 3.0 und 2 x USB 2.0 und noch ein VGA-Anschluss für die Inbetriebnahme des sonst headless betriebenen Servers.

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Wie schon beim kleinen DX4000 wird der Server durch ein externes Netzteil versorgt, ein zusätzliches zweites Netzteil sorgt für höhere Redundanz im Fehlerfall.

Nach dem Öffnen der 5 rückwärtigen Schrauben kann der Gehäusemantel entfernt werden. Oben befindet sich das hängend eingebaute Mainboard, rechts darunter eine der beiden 2,5” Systemplatten.

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Die zweite 2,5” Systemplatte sitzt auf der linken Seite. Beide zusammen laufen als Raid 1 (Spiegel). Die vier 3,5” Datenplatten sind deshalb unabhängig vom System und lassen sich in verschiedenen Raidlevel (Raid 0, 1, 5, 10) oder als Storage Spaces konfigurieren. Mehr dazu im zweiten Teil.

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Nach Lösen von nur 2 (!) Kabelverbindern und 6 Schrauben, kann das Mainboard nach oben abgenommen werden.

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Bestechend ist der, im Vergleich zu anderen Kompaktservern, kabellose Anschluss der Festplatten über eine gesteckte Rückwandleiterplatte.

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Auf dem Mainboard sind noch 2 Speichersteckplätze frei, eine Aufrüstung auf maximal 32GB Ram ist damit möglich.

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Am CPU-Kühlkörper sitzt ein kleiner CPU-Lüfter. Dieser ist im Normalbetrieb, trotz seiner Größe, nicht störend hörbar.

Frontanzeigen

Die Frontanzeige informiert über verschiedene Betriebszustände und die vergebenen IP-Adressen. Die blau leuchtende Power-LED signalisiert den normalen Betriebszustand, bei Fehlern beginnt diese rot zu blinken. Mit der Tastenwippe lassen sich Servername und IP-Adresse(n) und die Laufwerksanzahl abrufen. Im Fehlerfall stehen hier ebenfalls weitere Informationen zur Verfügung.

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Innere Werte

CPU-Z liefert diese Informationen

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Fazit

Der gesamte Hardwareaufbau macht einen äußerst durchdachten und professionellen Eindruck und unterstreicht die Bemühungen von WD, ein professionelles, qualitatives Produkt für den Small-Business Bereich anzubieten.

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