Frühjahrsprojekt: Von WHS v1 zu Essentials 2012 R2, Teil 1

Nachdem im Büro schon längst alle Generationen seit WHS v1 im Einsatz waren, tat privat immer noch mein erster WHS v1 aus dem Jahre 2008 seinen Dienst. Doch nach 6 Jahren und beginnenden Festplattendefekten war die Zeit reif für einen neuen Server.

Was soll der Neue können?

Auf meiner Liste stehen folgende Anforderungen:

  1. Stabiler Betrieb (speziell Standby/Resume) unter Windows Server 2012 R2 Essentials
  2. Geringer Energieverbrauch
  3. Ausreichend Festplattenkapazität
  4. Datensicherheit

Die Hardware

gigabyte-triton

Bei Punkt 1 scheiden Fertigprodukte wie HPs MicroServer Gen8 leider aus. Dieser unterstützt nur den Ruhezustand und braucht sehr lange zur Betriebsbereitschaft. Auf das schnelle Aufwachen aus dem Standby wollte bei uns aber keiner mehr verzichten. So war klar, dass sich diese Anforderung nur mit einem Selbstbau zufriedenstellen lösen lässt.

Als  Mainboard kommt deshalb das Desktopboard Intel DH87RL zum Einsatz, das auch im c’t Bauvorschlag Heft 2/2014 vorgestellt wurde. Für den Prozessor reicht uns ein Pentium G3220 mit integrierter Grafik. Als Datenspeicher kommen 3 Stück WD Red WD30EFRX zum Einsatz. Damit die Datenfestplatten bei Nichtbenutzung ihren Motor abschalten können, muss eine getrennte Systemplatte vorhanden sein. Hier kommt eine 64GB SanDisk SSD X110 mSATA zum Einsatz. Der mSATA Anschluss am Mainboard sorgt für einen weiteren freien SATA Port, falls später weitere Festplatten nachgerüstet werden sollen.

DSC_5385 - Kopie

Ein 300W Be quiet System Power 7 Netzteil und 8GB Ram (Kingston KVR16N11S8K2/8) machen den Server komplett. Das abgebildete Gigabyte Triton Gehäuse war noch vorhanden und bietet ausreichend Platz, die 3 Festplatten kühl zu halten. Da der Server im Hobbyraum steht spielen die langsam laufenden Lüfter keine Rolle, diese sind aber auch dort nicht zu vernehmen.

Das Ergebnis

Mit der oben beschriebenen Zusammenstellung lässt sich ein schneller und doch energiesparender Server aufbauen. Die Messwerte belegen dies eindrucksvoll:

Zustand Leistungsaufnahmen Anmerkung
Volllast 50W Festplattenzugriffe und 100% CPU Last
Backup 28-38W Während Clientbackup
Ruhe 24W Festplatten laufen
Ruhe 14W Festplatten aus
Standby 1,3W

Bauteilliste

Anzahl Artikel Anmerkung
1 Mainboard Intel DH87RL
1 CPU Intel Pentium G3220 boxed Alternativ Core i3-4130 boxed
1 2x4GB Kit Kingston KVR16N11S8K2/8 DDR3-1600
1 Sandisk SSD
mSATA X110 64GB
1 Netzteil Be quiet BN140
300W System Power 7

Kommentare

9 Antworten zu „Frühjahrsprojekt: Von WHS v1 zu Essentials 2012 R2, Teil 1“

  1. Cool. Freu mich schon auf Teil 2

  2. Wann wird denn Teil 2 erscheinen?

    1. Avatar von Martin Rothschink
      Martin Rothschink

      Diese Woche,

      Gruß
      Martin

  3. Freue mich auch schon sehr darauf zu erfahren, wie es hier weitergeht… (Habe mich bisher nicht an einen Wechsel von WHSv1 auf 2012 R2 herangewagt.)

  4. Hallo, ich bekomme den Autologin unter Windows Server 2012 R2 nicht hin. Kann mir jemand helfen? Habe schon in der Regisiteriung Autologin und Benutzername usw. eingetragen aber bei einem Neustart muss ich mich immer wieder anmelden.

  5. Hi, zwei Fragen
    1.) zu den Datenfestplatten, wurden diese im Raid 5 integriert, das Board würde dies ja unterstützen?
    2.) würden Sie den hier vorgestellten Server für ein kleines Unternehmen mit drei Klient-Pc einsetzen? (Aufgabe: Datenbank-Server und Klient-Sicherung)
    Danke.
    Didier

  6. Avatar von Andreas Winkler
    Andreas Winkler

    hallo, hast Du die mSata als UEFI eingebunden? Hatte meine SSD dort nicht finden können im Bios oder muß man das explizit einstellen. was gint es für Vor/Nachteile aus Deiner Sicht?

  7. Avatar von Andreas Winkler
    Andreas Winkler

    gleich noch ne Frage hinterher. Ich habe im Bios was von Fastboot gelesen. Ist das Sinnvoll?
    Ich habe kein Raidsystem und deswegen auch nicht die Raidtreiber installiert. Hatte das ursprünglich getan um den Eintrag 91xx Marwell config im Bios wegzubekommen. Hat leider nicht funktioniert. Danach hatte ich bei jedem Start ne Fehlermeldung dazu das kein Laufwerk gefunden wurde. Eine deinstallation des Treibers war erfolglos hinsichtlich der Fehlermeldung. Anscheinend wurde dabei was ins Bios geschrieben. Dann kam ich nicht mal mehr ins Bios rein, es erschien kein Menü und sämtliche Tasten von f2-f10 waren erfolglos.
    Durch probieren bekam ich dann ein Menü im Windows (weis nicht mehr was da genau stand aber irgendwas mit neuem Gerät) und Iin Folge dessen kam ich wieder mit F2 in das Bios.
    Der Fehler blieb auch durch ausschalten von diversen Parametern wie Fastboot.
    Erst ein Biosupdate behob diese Fehlermeldung.
    Ich nehme nun an das Fastboot da was verursachte da ja dort steht das Marvell und Raid korrekt konfiguriert sein muß um dies zu nutzen.
    Der Fastboot ist schon schön dafür aber kann ich den nun wieder aktivieren? Hast du den mal getestet?
    Den Eintrag 91xx Marvel config habe ich immer noch aber deaktiviert und auch nichts negatives festgestellt.

  8. Hallo,
    würde für den Bauvorschlag, der hier vorgestellt wird auch ein günstigeres gebrauchtes System reichen, wie es sie bei http://www.noteboox.de gibt? Wäre für eine kurze Antwort dankbar.