Testbericht ACER Aspire easyStore H340, Teil 1 Überblick und Inbetriebnahme
Lange hat es gedauert bis endlich ein ACER Aspire easyStore H340 den Weg zu uns gefunden hat.
In diesem ersten Bericht geben wir Euch einen Überblick über das Gerät und zeigen die erste Inbetriebnahme. Weitere Artikel werden sich dann mit der Hard- und Software im Detail befassen.
Für die eiligen Leser das Fazit vorab: Der ACER Aspire easyStore H340 ist ein schnörkelloser, leistungsfähiger, dabei aber gleichzeitig energiesparender Homeserver. Wer keine spezielle Extrasoftware, wie bei den HP Mediasmartmodellen benötigt, kann mit diesem Gerät nichts falsch machen.
Was bekommt der Käufer?
Im Kartonbefindet sich der Server zusammen mit einem kleineren Klappkarton, der das gesamte Zubehör enthält.
Das mitgelieferte Zubehör umfasst die mehrsprachige Anleitung, eine englischsprachige Kurzanleitung (1 Faltblatt), die Garantiebestimmungen, ein RJ45 Patchkabel, 3 CDs (Installation, Serverwiederherstellung und Client-Restore) sowie das Netzkabel.
Die Hardware
Der Server ist in einem nahezu würfelförmigen Gehäuse untergebracht. Von vorne sind link von oben nach unten der Netzschalter, die Kontrollanzeigen und eine USB-Buchse zu erkennen. Das uns zur Verfügung stehende Gerät ist mit 2 x 640GB 7200er Festplatten und 2GB Ram bestückt.
Rechts verdeckt eine Klappe die Laufwerkseinschübe. Die Laufwerke lassen sich durch einen Druck auf die orangefarbene Verriegelung einfach nach vorne herausziehen. Ganz unten steckt das Systemlaufwerk, das durch einen Aufkleber entsprechend markiert ist. Weitere Laufwerke können einfach nachgerüstet werden.
Auf der Rückseite sind 4 weitere USB-Anschlüsse, ein eSATA-Anschluss, der Netzwerkanschluss und die Kaltgerätebuchse für die Stromversorgung untergebracht. Hinter der Blende rechts unten kann intern eine PCI-Express x1 Karte nachgerüstet werden.
Nach dem Öffnen der 3 Schrauben auf der Rückseite lässt sich der Gehäusemantel leicht nach hinten oben entfernen und gibt den Blick aufs Innere frei:
Die rechte Seite wird durch einen großen, langsam laufenden 120mm Lüfter dominiert, der überwiegend die Laufwerke und zu einem kleinen Teil das Mainboard kühlt.
Links befindet sich das Netzteil, das über einen eigenen kleinen Lüfter verfügt.
Gut zu erkennen ist die Lithiumbatterie, dahinter der Kühlkörper für den Intel Atomprozessor, ganz rechts die 2GB Ram.
Alles in allem ein sauber verarbeitetes Gerät, dessen Hardwareaufbau einen guten Eindruck macht.
Weitere Details zur Hardware sind dann im 2. Teil des Artikel zusammen mit den Messwerten zu finden.
Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme läuft OEM typisch ab. Auf den Server befindet sich bereits eine Vorinstallation, die während der Inbetriebnahme konfiguriert und vervollständigt wird. Dazu wird der Server mit dem Netzwerkrouter verbunden, der diesem per DHCP eine Netzwerkadresse zuteilt. Die Installations-CD wird dann auf einem weiteren Client-PC gestartet, der ebenfalls mit dem Netzwerkrouter verbunden sein muss.
Nach dem Einlegen der CD startet das ACER-Installationsprogramm und bietet dem Anwender neben dem obligatorischen “Abbrechen” diese 4 Möglichkeiten:
Ganz links der User Guide, damit kann das Handbuch als PDF gestartet werden.
Daneben Lights Out, diese Schaltfläche startet die Installation des LightsOut-Clientdienstes. Mehr dazu in einem späteren Artikel. Die mittlere Schaltfläche startet die Installation des Updateprogramms, auch dazu später mehr.
Die eigentliche Inbetriebnahme verbirgt sich hinter der Schaltfläche “Weiter >”.
Nach Installation der notwendigen Voraussetzungen (u. a. Microsoft .NET Framework 2.0 und Windows Installer 3.1). beginnt die Installation des Windows Home Server-Connectors. Wen sich mehrere Windows Home Server im Netzwerk befinden wird die Auswahl des zu konfigurierenden Geräts angezeigt, sonst geht es direkt weiter mit dem Herunterladen der Software.
Mit einem Klick auf “Weiter” wird der Connector installiert und konfiguriert:
Die sinnvolle Voreinstellung für automatische Updates der Connectorsoftware sollte nicht geändert werden. Die
Bei netzbetriebenen Geräten macht auch das Aktivieren zur Sicherung Sinn, bei überwiegend mobil genutzten Geräte kann dies deaktiviert werden um das automatische Aufwachen des Geräts zu vermeiden.
Nach der Connectorinstallation, die auf allen anderen Client-PCs ebenfalls durchgeführt werden muss, beginnt jetzt die einmalige Konfiguration des Homeservers.
Der Name des Homeservers kann frei gewählt werden, wir haben den voreingestellten Namen belassen:
Jetzt muss das Administratorkennwort vergeben werden. Dieses wird später immer wieder benötigt und sollte nicht vergessen werden!
Die nächsten Optionen können nach eigenen Bedürfnissen gesetzt werden, in den meisten Fällen ist es sinnvoll, die automatischen Updates zu aktivieren.
Jetzt werden die ausstehenden Updates installiert. Dieser Prozess dauert! Hier bitte nicht ungeduldig werden sondern abwarten.
Fertig, der geglückte Abschluss der Inbetriebnahme wird angezeigt. Ein Klick auf Weiter fordert zur Eingabe des Administratorpassworts auf und startet erstmalig die Windows Home Server Konsole.
Für die von Acer eingesetzte Überwachungssoftware der Gerätefunktionen muss das gewählte Administratorpasswort für die Dienstkonfiguration einmalig hinterlegt werden:
Anschließend ist die Windows Home Server Konsole zu sehen. Die ersten 4 Tabellenreiter sind Standard. Zusätzlich liefert Acer 3 weiteren Add-Ins dazu: Das Powermanagement LightsOut, eine 60 Tage Version von McAfees Virenscanner sowie die bereits angesprochene System-Überwachung.
Soweit dieser erste Artikel zur Inbetriebnahme, im nächsten werden wir die Hardware genauer vorstellen und Messwerte zur Netzwerkperformanz und Stromverbrauch liefern.